Pflegepaket selbst zusammenstellen
Jeder Pflegealltag ist anders. Wer das Pflegepaket individuell auf die Pflegesituation abstimmt, nutzt das Budget effizient — und reduziert unnötige Lagerbestände.
Warum individuelle Zusammenstellung sinnvoll ist
Ein Pflegealltag mit leichter Mobilitätsunterstützung sieht anders aus als die Pflege einer bettlägerigen Person. Standardpakete sind ein guter Startpunkt — aber sie spiegeln nicht jede Pflegesituation. Eine individuelle Zusammenstellung bringt zwei Vorteile:
- Weniger ungenutzte Produkte. Sie bestellen nur, was Sie tatsächlich verbrauchen.
- Budget gezielt eingesetzt. Die 42 Euro werden für die Produkte verwendet, die Ihren Pflegealltag wirklich entlasten.
So gehen Sie vor
- 1.
Pflegesituation realistisch beschreiben
Wie oft am Tag findet Körperpflege statt? Wie viele Pflegende sind beteiligt? Wird ein Pflegedienst zusätzlich eingesetzt?
- 2.
Verbrauch der letzten Wochen prüfen
Schauen Sie nach: Wie viele Handschuhe werden pro Woche gebraucht? Wie oft werden Bettschutzeinlagen ausgewechselt?
- 3.
Produkte priorisieren
Setzen Sie zuerst auf die Produkte, die täglich benötigt werden. Weniger zentrale Produkte (Mundschutz, Hautschutztücher) können ergänzt werden.
- 4.
Monatlich anpassen
Markieren Sie den nächsten Anpassungstermin im Kalender — etwa zwei Wochen nach Lieferung. Eine kurze Bestandsprüfung reicht.
Typische Zusammenstellungen je nach Pflegesituation
- Leichte Pflege (PG 1 / PG 2). Schwerpunkt auf Einmalhandschuhen und Händedesinfektion. Bettschutzeinlagen nur bei Bedarf.
- Mittlere Pflege (PG 2 / PG 3). Mehr Handschuhe, regelmäßiger Bedarf an Bettschutzeinlagen, Flächendesinfektion für Pflegezubehör.
- Intensive Pflege (PG 4 / PG 5, bettlägerig). Großer Bedarf an Handschuhen und Bettschutzeinlagen, Schutzschürzen, Hände- und Flächendesinfektion. In der Regel wird das Budget hier voll ausgeschöpft.