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Pflegepaket Inhalt: Was monatlich geliefert wird

Im Pflegepaket sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch enthalten — Produkte, die im Pflegealltag täglich benötigt werden. Hier finden Sie die typischen Kategorien und Hinweise zur sinnvollen Auswahl.

Diese Pflegehilfsmittel sind typischerweise im Pflegepaket

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind Produkte, die nach kurzem Gebrauch entsorgt werden und im Pflegealltag regelmäßig benötigt werden. Sie sind im Hilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen unter der Produktgruppe 54 erfasst. Folgende Kategorien finden sich in fast jedem Pflegepaket:

  • Einmalhandschuhe. Für hygienisches Arbeiten bei Körperpflege, Wundversorgung oder beim Wechseln von Bettwäsche.
  • Bettschutzeinlagen. Saugende Einmal-Auflagen oder waschbare Bettschutzauflagen, die Matratze und Bettwäsche schützen.
  • Händedesinfektion. Schutz für pflegende Angehörige und die pflegebedürftige Person, vor und nach der Pflegetätigkeit.
  • Flächendesinfektion. Für die Reinigung von Pflegehilfsmitteln, Türklinken, Bettgittern und Pflegezubehör.
  • Schutzschürzen. Folienschürzen für Pflegesituationen mit Flüssigkeiten — Waschen, Wundversorgung, Inkontinenzversorgung.
  • Mund-Nasen-Schutz. Für Pflegesituationen, in denen Tröpfcheninfektionen vermieden werden sollten.
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch übersichtlich auf einem Tisch: Handschuhe, Masken, Desinfektion und Einlagen
Die genaue Zusammenstellung variiert je nach Pflegesituation — die Produktarten sind aber gesetzlich auf Verbrauchshilfsmittel begrenzt.

Optionale Produkte je nach Pflegesituation

Viele Anbieter haben zusätzlich Produkte im Sortiment, die je nach Pflegesituation sinnvoll sein können:

  • Fingerlinge. Für punktuelle Pflegetätigkeiten wie Wundkontrolle oder Pflastern.
  • Mundpflegestäbchen. Bei Mundpflege bei bettlägerigen Pflegebedürftigen.
  • Waschhandschuhe (Einmal). Für die Körperpflege ohne aufwendiges Wäschemanagement.
  • Hautschutzcreme (Einmaltücher). Zur Vorbeugung von Hautreizungen.

Was nicht im Pflegepaket enthalten ist

  • Pflegebett. Pflegehilfsmittel zur Wiederverwendung — separater Antrag bei der Pflegekasse.
  • Hausnotruf. Eigenständige Pflegekassenleistung, monatliche Pauschale, eigener Antrag.
  • Inkontinenzeinlagen / Windelhosen. Krankenkasse — Hilfsmittel bei medizinischer Notwendigkeit, nicht Pflegekasse.
  • Medikamente und Pflegekosmetik. Apotheke und Drogerie, nicht Bestandteil des gesetzlichen Pflegepakets.

So stellen Sie das Pflegepaket optimal zusammen

Eine gute Faustregel: Stellen Sie das Pflegepaket entlang der täglichen Pflegeschritte zusammen. Was brauchen Sie morgens, was abends, was bei der Inkontinenzversorgung, was bei der Mundpflege? Anbieter bieten in der Regel Vorschlagspakete (z. B. „Pflegegrad 2 — pflegebedürftige Person im Bett") als Startpunkt, die Sie monatlich anpassen können.

Mehr dazu: Pflegepaket selbst zusammenstellen · Inhalt der Pflegebox (Synonym)

Häufige Fragen zum Pflegepaket-Inhalt

Welche Produkte sind im Pflegepaket?
Typischerweise enthalten sind Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Hände- und Flächendesinfektion, Schutzschürzen und Mund-Nasen-Schutz. Die konkrete Zusammenstellung wählen Sie beim Anbieter.
Sind Inkontinenzprodukte im Pflegepaket enthalten?
Inkontinenzeinlagen, Vorlagen oder Windelhosen sind in der Regel nicht im Pflegepaket enthalten. Sie werden bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit über die Krankenkasse (Hilfsmittel) abgerechnet — nicht über die Pflegekasse.
Gehört ein Pflegebett zum Pflegepaket?
Nein. Pflegebetten gehören zu den Pflegehilfsmitteln zur Wiederverwendung und werden separat über die Pflegekasse beantragt — sie sind nicht Teil des monatlichen Pflegepakets.
Wer entscheidet, was im Pflegepaket landet?
Die Auswahl treffen Sie selbst beim Anbieter — anhand der tatsächlichen Pflegesituation. Anbieter bieten in der Regel Vorschlagspakete (z. B. Pflegealltag, Bettlägerigkeit, Demenz), die Sie individuell anpassen können.